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Erstellt am 21. Januar 2021 um 16:59 Uhr

Hollnich – wo ist das?

Erinnerungen von Erich Wilhelmy und Mathias Klinkner

Hallo alte Cochemer AH-ler,

als ich heute die Rhein-Zeitung aufschlug, kamen mir sofort unvergessliche Erinnerungen an lange vergangene Fußballer Zeiten. Bei der Top-Serie der Zeitung über ehemalige Sportplätze in unserer Heimat war heute Hollnich an der Reihe.

Es war am Anfang unserer AH-Zeit, wir sollten Ostersamstag in Kastellaun spielen. Wir wurden nach Hollnich umgeleitet. Ich wusste gar nicht, dass die einen Patz hatten. Aber es erwartete uns ein Top-Rasenplatz. Wie das Spiel ausging ???, ich glaube 2 : 2, oder Mättes ?. Ich weiß aber noch, dass es über die Seite von unserem Ami-Paul (Zorland) trotz Schneetreiben lichterloh brannte. Nach dem Spiel dann so eine unvergessliche AH-Analyse: Ich konnte nicht schneller laufen, ich hatte Steine in mein Bauch. Wenn ich nicht vom Vorabend gewusst hätte, dass es wohl an etwas Anderem lag.

AH Spiele (früher noch ohne Corona) – oft etwas Unvergessliches!!!

Bleibt gesund

Erich Wilhelmy

Und noch eine Erinnerung an Hollnich. Es war Mitte der Achtziger Jahre und ich spielte nur aus Lust am Fußball im 🥅 des SSV-Ernst in der D-Klasse und mein Bestreben bestand darin, keine zweistellige Packung zu bekommen. Es war lustig, denn wenn wir bei 8 Gegentoren angelangt waren, wurden wir in der Abwehr richtig aggressiv!!!

Das muss wohl auch bei meinem Kollegen aus Hollnich in der Hunsrückliga D so gewesen sein. Damals gab es kein WhatsApp oder eine Möglichkeit Spielergebnisse direkt zu erfahren. Wir lasen das montags in der Zeitung (für die jüngeren: das ist so eine Art App auf Papier einen Tag später). Es entwickelte sich zu einem Ritual. Wenn ich montags – zu spät – in mein Büro bei der Rhenag kam, wurden zuerst die Ergebnisse gelesen. Nicht die der Bundesliga, nein aus Hollnich. Dann wurde ermittelt, wer die Nase bei Gegentoren vorne hatte. Und es hat auch noch Spaß gemacht. Vor dem letzten Spieltag hatte ich knapp die Nase vorn, doch zum Ende der Saison hatte ich 136 Treffer kassiert (davon alleine 7 von meinem Bruder und der spielte auch in Ernst). Mein Kollege aus Hollnich blieb bei 133 hängen.

Aber ich habe es ohne Depressionen überlebt und noch viele weitere Tore kassiert – bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen alle unhaltbar oder absolut unhaltbar !!!!!!!!!!!!!!!!!

Ein Leben ohne ⚽️, möglich, aber nicht für mich. Sonst hätte ich heute wohl auch die Zeitung gelesen, und als Ereignis des Tages Trumps Abgang betrachtet.

Aber mal ehrlich, ist Hollnich nicht viel, viel schöner???  und die vielen schönen (Fußball) Erinnerungen????

Bleibt negativ!

Und unser Gerd freut sich heute auch ganz sicher über Fußball – schoss doch ein „Hetzerather“ den FC Kölle zum Sieg bei S04 !

 

Ein weiteres Erlebnis in Hollnich als B-Jugendbetreuer: Nach einem Pressschlag blieb ein Hollnicher mit 45-Grad abgewinkelten Unterbein liegen. Die meisten schlugen einen Rettungswagen vor. Aber schon war ein Spieler laufend ins Dorf unterwegs und kam mit dem afghanischen Vater zurück. Er war Orthopäde, kannte seinen Sohn und renkte ihm laut krachend das Kniegelenk wieder ein. Der Sohn hatte eigentlich Sportverbot. Unsere Spieler vermieden fortan jeden Zweikampf.

Mathias Klinkner

 

 

 

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