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Da war mehr drin – Niederlage gegen FV Rübenach

Erstellt am 26. September 2022 um 10:11 Uhr

Cochem: Standards sorgen für die 0:2-Niederlage gegen Rübenach

Die Spvgg Cochem hat in der Fußball-Bezirksliga Mitte mit dem 0:2 (0:1) im Moselstadion gegen den FV Rübenach die vierte Niederlage hintereinander kassiert.

Und doch war die Gefühlslage der beiden Trainer nicht so, dass aus ihren Analysen der Partie zu erkennen war, wer diese gewonnen hatte und wer nicht.

Cochem um Lars Johann wurde vor allem in der zweiten Hälfte mutiger, aber der FV Rübenach um den Ex-Regionalliga-Akteur Sascha Engel siegte im Moselstadion mit 2:0, Engel traf dabei zum Endstand. So ging Rübenachs Trainer Benedikt Lauer zunächst etwas härter mit den Seinen ins Gericht, obwohl sie den fünften Dreier im siebten Spiel eingefahren hatten und es sich mit 16 Punkten in den „Top 5“ gemütlich gemacht haben: „Wir waren schon in der ersten Hälfte nicht richtig drin, das war alles bisschen lepsch.“ Letztlich war er aber dennoch zufrieden und entließ sein Elf Richtung Rübenacher Kirmes: „Man kann auch nicht erwarten, dass wir den Gegner jedes Mal überrennen. Wir haben dreimal zu Null gespielt, das nehmen wir mit. Man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen.“ Auf der Cochemer Seite war Timo Theisen natürlich weder mit der Niederlage oder vier Punkten aus sieben Spielern noch mit dem Zustandekommen der Tore zufrieden, aber er sah gerade in der zweiten Hälfte viel Gutes: „Da waren wir spielbestimmend, auch wenn im letzten Drittel noch die Entschlossenheit und der Mut fehlen. Wenn wir das Tor machen, als Rübenach nur noch zu zehnt war, weiß ich nicht, was passiert. Aber dennoch bauen wir auf der Leistung auf.“ 15 Minuten war Cochem in Überzahl, denn Rübenachs Innenverteidiger Alexej Eberhardt, der im Sommer aus Cochem zum FVR gewechselt war, ließ sich zu einer Ampelkarte hinreißen, weil er Max Kusbach völlig unnötig von hinten „umarmte“ und umriss. Nach etwa einer Stunde hatte er wegen eines taktischen Fouls Gelb gesehen. Da Rübenachs Antonio Fejza in den letzten fünf Minuten verletzt runter musste und Lauer fünfmal gewechselt hatte, hieß es da sogar Elf gegen Neun. Cochem schlug daraus aber kein Kapital mehr. Zu Beginn, als es noch in voller Teamstärke auf beiden Seiten zur Sache ging, hatte Rübenach mehr vom Spiel. Cochem stand recht tief mit einer Fünferkette. „Ich denke, dass wir Respekt hatten vor Rübenachs Platz, zudem hatten wir in den letzten drei Spielen 16 Gegentore kassiert“, erklärte Theisen die etwas verhaltene Herangehensweise. Bei diesen Gegentoren waren immer mal wieder auch Standardtreffer dabei, weswegen gerade dort ein Hauptaugenmerk liegt. „Wir haben die Fehler bei den Standards vorher besprochen und auch das Rübenacher 1:0 wäre nie gefallen, wenn wir die Ordnung gehalten hätten.“, sagte Theisen. So aber stahl sich Ronald Kröber nach einer Eberhardt-Ecke am langen Pfosten frei und nickte zur Führung der Gäste ein. Dass die ihnen vielleicht nicht so gut tat, hatte Lauer schon früh registriert. Bevor es nach 45 Minuten in die Kabinen ging, versammelte er Startelf und Einwechselspieler auf dem Platz um sich und redete eindringlich auf sie ein. „Vielleicht haben wir gedacht, es läuft schon. Das sind dann die Spiele, die eng werden können, wenn du nachlässt“, sagte Rübenachs Trainer. Und es wurde eng nach der Pause. Weil Cochem seine Außen der Fünferkette nach vorne schob, früher attackierte und schlichtweg viel mutiger spielte. Allerdings war es nach 58 Minuten wieder eine Standardsituation, die Rübenach, das ansonsten meist bei Fernschüssen im starken Torwart Patrice Sesterhenn seinen Meister fand, in die Karten spielte: Pascal Tillmanns „schleuderte“ einen Einwurf Richtung Cochemer Tor, Mirco Klöckner verlängerte ihn und dieses Mal stand nicht Kröber am langen Pfosten, sondern der ehemalige Regionalliga-Angreifer Sascha Engel. Er hatte keine Mühe, zum 2:0 zu treffen. Cochem ließ aber nicht locker, investierte viel, erhielt aber zu wenig dafür. Meist waren es Weitschüsse, die mal drüber (Kusbach) oder vorbei (Kusbach und Philipp Limbach) gingen, mal wurde ein Schuss geblockt (Kusbach) oder der Abschluss war zu schwach (Ardi Bertram). Letzterer war einer der Aktivposten auf links bei Cochem, das – nach erster Diagnose – vermutlich zwei Muskelfaserrisse verkraften muss, den von Moritz Johann in Hälfte eins und den von Michael Laux im zweiten Abschnitt. Aber auch davon lässt sich Theisen nicht entmutigen: „Das sind zwei Ausfälle, die weh tun. Aber wir machen weiter.“

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