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Kantersieg in Masburg

Erstellt am 11. Mai 2022 um 14:44 Uhr

SV Masburg vs. Spvgg Cochem  0:7 (0:3)

Masburg gibt sich auf, Cochem spielt sich in Rausch

Es hätte einen Sieg gebraucht, um den kleinen Keim Hoffnung nach dem 2:0 Sonntagserfolg beim Schlusslicht FC Plaidt weiter aufgehen zu lassen. Stattdessen setzte es ein Debakel. Im COC-Derby der Fußball-Bezirksliga Mitte unterlag der Tabellenvorletzte SV Masburg dem nun Fünften Spvgg Cochem deftig mit 0:7 (0:3).
Cochems Torjäger Julian Schmitz scheint die Ladehemmung der letzten Wochen überwunden zu haben, er traf dreifach mit seinen Saisontoren 18, 19 und 20. Und Masburg? Hat als Vorletzter (17.) mit nur 20 Zählern sieben Rückstand auf den zurzeit rettenden Platz 15 – und das bei nur noch fünf ausstehenden Partien.

Masburgs Spielertrainer Matthias Bender war tief enttäuscht: „Bis zum ersten Tor war es ganz ordentlich, danach haben wir uns schlichtweg aufgegeben. Für Cochem war es ein schöner Dienstagskick. Ich bin von einigen Spielern maßlos enttäuscht. Über deren Einstellung und die fehlende Gegenwehr, da fehlen mir die Worte.“ Dabei legten die Hausherren sogar noch eine gescheite erste halbe Stunde hin. Und in der hatte man sogar die größte Gelegenheit, als der pfiffige Steffen Diensberg Gästekeeper Patrice Sesterhenn zu weit vor seinem Kasten wähnte und einen tollen Fernschuss ansetzte – knapp rechts vorbei (28.).

Doch schon bald brach Cochem den torlosen Spielstand und damit alle Dämme. Als Masburg unsauber klärte, nagelte Max Kusbach das Leder ins Netz zum 0:1 (31.). Dann öffnete Andreas Nicolay das Feld sehenswert für Arlind Schmitt, bei dessen Querpass Torjäger Schmitz keine Probleme hatte, das 0:2 zu besorgen (40)

Auch Andre Rösers Pass zum 0:3 wusste zu gefallen, Schmitz versenkte im zweiten Versuch zum 0:3 (43.).

Nach dem Seitenwechsel ein unverändertes Bild, Cochem verstärkte gar seine Angriffsbemühungen. Kapitän Yannik Heidger, der auffällig weit vorne agierte, drosch einen Schmitz-Assist unters Tordach zum 0:4 (50.). Bender verließ dann auf Gastgeberseite das Boot (51.) genauso angeschlagen wie zuvor bereits sein Trainervorgänger Leo Merling (32.).

Und Cochem tat weiterhin etwas für sein Torverhältnis. Kusbach fand mit einem scharfen Diagonalpass den wendigen Fabian Müllen, es stand 0:5 (53.). Und während der eingewechselte Matthias Breitbach für Masburg noch den Innenpfosten traf (68.), sollte Cochem noch zweimal Zählbares auf die Beine stellen. Müllen bediente Schmitz bei dessen Schuss ins leere Tor zum 0:6 (79.) und der Bezirksliga-Debütant Anel Mavric traf direkt in seiner ersten Partie zum 0:7-Endstand (86.).

Cochems Trainer Nikolai Foroutan traf man nach dem dritten Sieg in Folge und dem sechsten Spiel in Serie ohne Niederlage gut gelaunt an. „Solange es 0:0 gegen so einen Gegner steht, bestehen immer Gefahren, sie hatten ja auch die Chance zum 1:0. Aber irgendwie hat man so eine Lockerheit bei uns gespürt“, sagte Foroutan: „Das ist das Ergebnis der Wochen zuvor, wir waren äußerst fokussiert. Und irgendwann haben wir uns in einen kleinen Rausch gespielt.“

Und bei dem wollte Foroutan scheinbar aktiv dabei sein, beziehungsweise er musste: „Unser Kapitän hat mir signalisiert, dass er angeschlagen raus möchte. Und da außer mir nur noch Lars Johann auf der Bank saß, den wir unbedingt schonen wollten, blieb nur noch ich übrig“, sagte der für Heidger in der 82. Minute gekommene 49-jährige Übungsleiter und frühere Oberliga-Torjäger der TuS Koblenz nach seinem dritten Saisoneinsatz verschmitzt.

Von Sascha Wetzlar, Rheinzeitung

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