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Titelfavorit zu stark

Erstellt am 19. September 2022 um 14:17 Uhr

Cochem verliert nach gutem Start noch 2:6 gegen Mörschbach

In der Fußball-Bezirksliga Mitte zog die Spvgg Cochem gegen die SG Mörschbach/Argenthal/Liebshausen mit 2:6 (1:3) klar den Kürzeren. Nach Max Kusbachs früher Führung hatten die Hausherren jedoch 40 Minuten lang den Fuß in der Tür gegen den Favoriten aus dem Hunsrück.

Titelkandidat SG Mörschbach/Liebshausen/Argenthal (in Rot, mit Leo Wilhelm) setzte sich nach 0:1-Rückstand noch mit 6:2 bei der Spvgg Cochem (von links mit Philipp Limbach, Lars Johann und Arlind Schmitt) durch.
Foto: Alfons Benz
Nach einem Dreierpack unmittelbar vor dem Seitenwechsel zum 1:3 war die Begegnung allerdings gedreht und vorentschieden. Ex-Oberligakicker Dominik Kunz assistierte bei den ersten vier Treffern. Mit dem Kantersieg rückt Mörschbach auf Rang zwei vor, Cochem steht mit vier Punkten auf Platz 13.

Auf Vorlage von Anes Mavric besorgte Kusbach das frühe 1:0 (4.). Ohnehin begann Cochem die Partie sehr strukturiert, stand kompakt im Defensivverbund und lauerte auf Konter. Gepaart mit einem Schuss gesunder Härte schmeckte das den Gästen so gar nicht. Recht ideenlos sollte daher zunächst keine Hundertprozentige herausspringen. Anders die Hausherren: Rachad Moussa Adamous Schuss wurde erst im letzten Moment abgeblockt (18.).

Der Elf von Sven Stoffel kam dann in besagter 40. Minute der Zufall zu Hilfe. Ein Freistoß von Dominik Kunz landete vor den Füßen von Kapitän Simon Peifer, der aus vier Metern zum 1:1 einschoss (40.). Einmal in Fahrt, bediente Kunz nach starkem Solo den aufgerückten Marco Krenn, es stand 1:2 (43.). Und nachdem Heimkeeper Patrice Sesterhenn einen Kunz-Knaller nur abklatschen konnte, staubte Erik Milz zum 1:3 (45.) ab – der etwas kuriose Halbzeitstand war perfekt. „Das Schlimme ist, dass unsere Gegner im Moment fünf von sechs Chancen zu Toren nutzen, das kommt in unserer Situation dann noch hinzu“, beschrieb Cochems Trainer Timo Theisen passend die fünf Minuten vor dem Seitenwechsel.

Abschnitt zwei verlief dann in ruhigerem Fahrwasser, Cochem zollte etwas dem hohen Aufwand Tribut, Mörschbach kombinierte nun in bekannter Manier durch den nun vorhandenen Raum. Der momentan offensiv etwas glücklose Daniel Römer vergab zwei Großchancen (57., 61.), ehe Peifer mit seinem zweiten Treffer das 1:4 besorgte. Kunz hatte unter Bedrängnis die nächste und damit vierte Vorlage besorgt (62.). „Sechser“ Raphael Kauer traf noch bildhübsch in den Winkel zum 1:5 (66.), die jeweils eingewechselten Moritz Johann (2:5, 70.) und Yannik Vogt (2:6, 78.) legten das Endergebnis fest.

Cochems Theisen lobte seine Mannschaft nach Spielende: „Ich möchte den Jungs für die erste Hälfte ein Kompliment aussprechen. Sie haben wirklich alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Die fünf Minuten vor dem Seitenwechsel waren natürlich spielentscheidend. Aber wie gesagt, kein Vorwurf. Es mussten heute einige leicht angeschlagenen Spieler spielen. Von der Personaldecke her läuft das alles auf der letzten Rille momentan.“

Gegenüber Stoffel sah natürlich auch die überschaubare Leistung seiner Elf in Abschnitt eins, fand aber nach den 90 Minuten: „Das macht aber auch irgendwie eine gute Mannschaft, zu denen wir uns zählen, aus, dass sie sich durch einem Rückstand nicht aus der Ruhe bringen lässt. Am Ende haben wir 6:2 gewonnen und auch gezeigt warum. Eine Partie nur so runterspielen, fällt meiner Mannschaft halt schwer. Am Ende hätten wir ja sogar noch höher gewinnen können.“

Cochem: Sesterhenn – Weiss (60. Ritter), Domnin, Laux, L. Johann – Schmitt, Moussa Adamou (46. Bertram) Limbach, Heidger – Kusbach, Anes Mavric (60. M. Johann).

Mörschbach: Roth – Krenn, Butz (68. Wilhelm), L. Schulzki, Römer – Kauer – Milz (68. Vogt), Peifer, Kunz, Boos (46. Schönberger) – Safic.

Schiedsrichter: Niclas Berg (Sohren); Zuschauer: 70.

Tore: 1:0 Kusbach (4.), 1:1 Peifer (40.), 1:2 Krenn (43.), 1:3 Milz (45.), 1:4 Peifer (62.), 1:5 Kauer (66.), 2:5 M. Johann (70.), 2:6 Vogt (78.).

Nächste Aufgabe für Cochem: am Mittwoch (20 Uhr) in Weitersburg; für Mörschbach: am Mittwoch (20 Uhr) daheim gegen Oberzissen.

Bericht und Foto Rheinzeitung – Alfons Benz

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